| Das
Berchtesgadener Land bietet eine großartige Landschaft, viel Natur
und zahlreiche Erholungsmöglichkeiten.
Besonders bei schlechtem
Wetter bietet sich aber eine Besichtigung des Salzbergwerks Berchtesgaden
an. Zuerst wird der Besucher mit der traditionellen Bergmannstracht ausgestattet.
So wird die eigene Kleidung bei den zwei rasanten Rutschpartien auf den
großen Holzrutschen im Stolleninneren geschont. Eingefahren wird
mit der rechts abgebildeten Kleinbahn. Ein unterirdischer Salzsee wird
lautlos mit dem Flos überquert.
Der Besuch ist perfekt organisiert
und auf den herrschenden Massendrang ausgerichtet. Dennoch verbreitet sich
viele Meter unter Tage eine beruhigende und geheimnisvolle Atmosphäre.
Die Region war zur Zeit des
Dritten Reichs ein beliebtes Ferienziel. Heute informiert die Dokumentation
Obersalzberg über die geschichtliche Entwicklung des Berges während
der NS-Diktatur.
Ein kleiner Teil des ehemaligen
Bunkersystems ist über einen Verbindungsgang von der Dokumentation
aus zugänglich. Ein weiterer Teil kann vom Hotel "Zum Türken"
aus begangen werden. Die meisten Gebäude wurden mehrere Jahre nach
Kriegsende gesprengt.
Das auf 1834 m gelegene Kehlsteinhaus
ist bis heute in seiner ursprünglichen Form als zeitgeschichtliches
Monument erhalten. Es war ein Geschenk an Hitler zu dessen 50. Geburtstag.
Zwischen dem Kehlsteinhaus
und dem Obersalzberg ist eine Buslinie eingerichtet. Die steile Zufahrt
ist für den öffentlichen Staßenverkehr seit 1952 gesperrt.
Der Tunnel auf dem rechten Bild führt 124 Meter weit durch den Fels
zu einem Aufzug. Dieser fährt dann 124 Meter hoch in das innere des
Kehlsteinhauses (oberer Bildrand).
Nur wenige Kilometer von
Berchtesgaden entfernt befindet sich in den österreichischen Alpen
die Eisriesenwelt. Sie ist die größte begehbare Eishöhle
der Welt. Die Fahrt zum Eingang erfolgt mit der steilsten Seilbahn Österreichs,
die zur Überwindung der 500 Höhenmeter nur zwei Minuten Fahrzeit
benötigt. Während der einstündigen Führung sind zahlreiche
Treppenstufen zu überwinden, so dass einem trotz der 0 °C im Höhleninneren
nicht kalt wird. |